Bienenwachs ist ein von alters her gefragter Rohstoff. Wachs wurde für Kerzen, als Konservierungsmittel, als Grundstoff für dauerhafte Farben, für Salben, Kosmetik, Kaugummis und kunsthandwerkliche Figuren gebraucht.

Wachskerzen duften aromatisch. Beim Verbrennen von 1 Gramm Wachs werden 41,8 Joule in Form von Wärmeenergie frei.

Wachs verändert sich nicht an der Luft oder im Wasser.

Wachse sind Ester bestimmter einwertiger Alkohole und Fettsäuren und können nur von Wachsmotten und dem Bienenfresservogel verdaut werden.

Erzeugt wird das Wachs von Honigbienen in den Wachsdrüsen - besonders zwischen dem 12. und 18. Tag nach dem Schlüpfen - die sich vierpaarig an der Unterseite des Hinterleibes befinden. Ein Wachsschüppchen wiegt durchschnittlich nur 0,0008 Gramm, in einem Gramm Wachs sind also ca. 1250 dieser Schüppchen enthalten.

Die Bienen ziehen die Wachsschüppchen mit den Hinterbeinen aus den Hinterleibsringen und geben sie zu den Oberkiefern (Mandibeln) weiter, wo sie durchgekaut und mit Sekreten der Speicheldrüsen vermengt werden.

Waben bauen die Bienen in der Bautraube, in der sie in Ketten hängen und miteinander verbunden sind, um die Wärme von 35°C zu halten. Ein Bienenschwarm ist in der Lage in nur 2 bis 3 Tagen 9 bis 11 Waben bauen.

Die Bienen bauen die Wabenzellwände auf 3/1000 Millimeter genau. Beim Messen vibrieren sie mit dem Kiefer und messen die Schwingung mit den Fühlern. Der sechseckige Wabenzellenbau ist so stabil, dass 40 Gramm Wachs einer Wabe 2 Kilogramm Honig tragen können. Menschen haben die Wabenzellbauweise für stabile Körper z.B. im Flugzeugbau nachgebaut.

Wenn die Waben im Bienenvolk alt und dunkel sind, nimmt der Imker sie heraus und schmilzt das Wachs aus.

Schematische Zeichnung einer Wabe
Aufbau der Wabe